The Police & Sting für einen guten Zweck

Erfolgreiches Benefizkonzert des Lions Club Dortmund-Phönix

Einen längst vergangenen, aber unvergessenen Meilenstein der Musikgeschichte ließ der Lions Club Dortmund-Phönix am 5. April 2019 aufleben: Musik und Performance von The Police mit ihrem Frontmann Sting. In einem ausverkauften Benefizkonzert in der DASA-Stahlhalle brachte die Unnaer Formation „Reggatta de Blanc“ in unverwechselbarer Manier die Show einer der einfluss- und erfolgreichsten Bands der 80er Jahre auf die Bühne – und riss das Publikum von Anfang an mit.

Dabei präsentierte die mit acht Musikern angetretene Band, die als Europas beste Police- und Sting-Tributebands zählt, ein vielfältiges Live-Pro­gramm: Über 20 Welthits, über 30 Jahre Sting solo auf der Bühne, alles haargenau reproduziert, wie es das Original in den 80ern tat – in Instrumentalisierung, Look und Sound.

Neben populären Hits wie „Every Breath You Take“. „Roxanne“ und „Walking on the Moon“ wurden brillante Stücke wie „Tea in the Sahara“ und ”Can‘t Stand Losing You” absolut authentisch umgesetzt – dazu Hits aus der fast 25-jährigen Solokarriere von Megastar Sting wie „Englishman in New York“ oder „Fields of Gold“. Dabei versetzte nicht nur die Stimme von Frontmann Mick Griese die Ohren in Staunen – Gitarren-, Bass- und Schlagzeugspiel waren dem Original nachempfunden und sorgten bei den Besuchern für absolute Begeisterung.

Dies war nicht zuletzt eine hervorragende Basis für den guten Zweck, dem auch das inzwischen 17. Benefizkonzert des Lions Clubs diente. Der Reinerlös des Abends fließt lokalen Projekten des Clubs insbesondere für Kinder und Jugendliche zu. Dazu gehörten zuletzt Vorhaben für Grundschüler, die zur Sicherung ihrer Schullaufbahn besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, ebenso wie die privat initiierte Erneuerung von Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche.

„Viele wichtige Projekte in unserer Stadt benötigen Unterstützung. Wir freuen uns, dass dieses tolle Konzert unsere Möglichkeiten zur Hilfe wieder nachhaltig gestärkt hat,“ zog Club-Präsident Bernd Höke – ein zufriedenes Fazit des Abends.

Förderpreis für Peter Bandermann

Lions Club Dortmund-Phönix zeichnet besonderes Engagement aus

Der Dortmunder Journalist Peter Bandermann ist mit dem vom Lions Club Dortmund-Phönix vergebenen „Förderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement“ ausgezeich­net worden. Club-Präsident Bernd Höke überreichte ihm am 21. Februar den mit 1.000 € Fördergeld verbundenen Preis und würdigte dabei die couragierte journalistische Ausein­andersetzung des Preisträgers mit dem Rechtsextremismus sowie sein engagiertes Eintre­ten und Werben für Meinungs- und Pressefreiheit. „Mit Ihrer Berichterstattung wie mit Ihren schulischen Aktivitäten tragen Sie zur Stärkung der Demokratie bei“, zollte Höke der Arbeit des Preisträgers Respekt.

Peter Bandermann ist seit 1988 für die Ruhr Nachrichten tätig. Seit über 15 Jahren liegt ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit auf der Neonazi-Szene in Dortmund. Er beobach­tet Entwicklung und Aktivitäten der Szene und berichtet hierüber trotz persönlicher Bedrohun­gen aus dem rechten Umfeld unbeirrt und couragiert. Seine kennt­nis- und facettenreichen Beiträge helfen der Stadtgesellschaft Dortmunds in der Auseinan­der­setzung mit Extremism­us und Gewalt, tragen aber zugleich auch dazu bei, das oftmals außerhalb der Stadt anzu­treffende Bild eines generell „rechten Dortmund“ zu korrigieren. Seine Arbeit findet auch weit über Dortmund hinaus Beachtung.

Privat engagiert sich Bandermann bundesweit mit Workshops und Vorträgen an Schulen für gesellschaft­liche Grund­werte und insbesondere die Meinungs- und Presse­freiheit. Er hilft jungen Menschen, die Bedrohungen insbesondere von rechts zu erkennen und zu verste­hen; zugleich motiviert er dazu, diesen Entwicklungen beherzt entgegenzu­tre­ten, und gibt dafür das argumentative Rüstzeug. Ein wichtiger Aspekt ist dabei Gebrauch und Wahr­neh­mung von Sprache; so behandelt er mit den Schülern auch Texte und Sprachmuster der NS-Propaganda und aktuelle Aussagen von Rechtsextremen und -populisten.

„Das Wirken von Peter Bandermann passt genau zur Intention des seit 2004 jährlich vergebenen Preises“, stellte Höke bei der Preisübergabe heraus. An vielen Stellen der Stadt gebe es außerordentliches ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement. Hierauf wolle der Lions Club Dortmund-Phönix mit dem Förderpreis aufmerksam machen und zugleich vorbildliche Arbeit auszeichnen.

Ehrung für Rüdiger Berg

Mit einer Überraschung wartete Lions-Distrikt-Governor Dr. Burkard Fischer anlässlich der 20-Jahr-Feier des LC Dortmund-Phönix auf: Er überreichte Club-Mitglied Rüdiger Berg mit dem „Progressive Melvin Jones Fellows-Award“ die höchste Auszeichnung der Lions-Organisation und würdigte dessen 35-jährige Arbeit in verschiedensten Ämtern.

Rüdiger Berg war zunächst 1982 Gründungsmitglied des LC Hagen-Harkort und übte hier nach und nach alle wichtigen Ämter bis zum Präsidenten aus. 1997 übernahm er den Auftrag zum Aufbau eines neuen Clubs und wurde Gründungspräsident des LC Dortmund-Phönix. Darüber hinaus engagierte er sich viele Jahre auch überörtlich in der Lions-Organisation.

Seit nunmehr 20 Jahren ist Rüdiger Berg mit Leidenschaft Mentor des Clubs und verkörpert in besonderer Weise die Lions-Ideale. Inzwischen 81 Jahre alt, nimmt er immer noch konsequent an den Clubabenden teil.

20-Jahr-Feier

Eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Arbeit und ein engagierter Blick auf neue Herausforderungen – sie prägten die Feier zum 20-jährigen Bestehen des Lions Club Dortmund-Phönix am 6. Mai 2017 im Industrieklub. Mitglieder und Gäste, unter ihnen Stadtdirektor Jörg Stüdemann, waren sich einig: Viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben können ohne private Unterstützung nicht realisiert werden. „Dazu wollen wir auch weiter beitragen“, bekräftigte Club-Präsident Dr. Hans-Peter Brandt.

Der 1997 unter Regie von Rüdiger Berg gegründete Club hatte zum Jubiläum 39 Mitglieder. Sie verbindet das Ziel, für die gesellschaftliche Entwicklung einzutreten und Menschen Hilfe zu leisten, wo diese benötigt wird. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, stellte Brandt nicht ohne Stolz fest. Mit insgesamt mehr als 400.000 € habe man in den vergangenen 20 Jahren eine Vielzahl von gemeinnützigen Projekten in Dortmund unterstützen können – mit je nach Situation unterschiedlichen Schwerpunkten. Stand am Anfang die Krankenversorgung Wohnungsloser im Mittelpunkt, sind es aktuell vor allem präventive Hilfen für Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu Integration und besserer Bildung. Einige der vom Club angestoßenen und unterstützten Projekte sind in öffentliche Regelfinanzierung übernommen worden.

Möglich wurde und wird die Hilfe des Clubs durch das Einwerben von Spenden, aber auch durch besondere Aktivitäten: Die von den Mitgliedern selbst organisierten Bene­fizkonzerte sind ein seit vielen Jahren wichtiger Teil der Clubarbeit und zu einem Markenzeichen des LC Dortmund-Phönix geworden. Zuletzt kamen rund 400 Besucher zu einem „Best of …“ des Hansa Theater Dortmund in die DASA-Stahlhalle.

Dass auch in Zukunft Hilfe und Engagement dringend notwendig sind, unterstrich Stadtdirektor Stüdemann in seinem Gastvortrag zum Thema „Soziale Probleme in Dortmund und Maßnahmen zu ihrer Lösung“. Am Beispiel des Projekts „Nordwärts“ zeigte er Notwendigkeiten und Möglichkeiten auf, sich ehrenamtlich und finanziell in den Abbau bestehender Ungleichheiten in der Stadtentwicklung einzubringen.

Förderbilanz 2016

Mit rund 22.000 € hat der Lions Club Dortmund-Phönix 2016 gemeinnützige Projekte vor allem in Dortmund unterstützt. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zu Integration und besserer Bildung.

Gefördert wurden u. a.

  • Bonifatius Jugend- und Familienhilfe für eine Wohngruppe unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (Mädchen) (3.000 €)
  • Kinderschutzbund Dortmund für das Projekt „Zeitschenker“, ein Gesprächs- und Beratungsangebot für Kinder psychisch kranker Eltern (3.000 €)
  • Jugendförderkreis Dortmund für den von ihm betriebenen Interkulturellen Offenen Jugendtreff (3.000 €)
  • Westfälischer Verein zur offensiven Auseinandersetzung mit dem Rechtsextre­mis­mus für sein Projekt ComeBack, das insbesondere jungen Menschen Hilfen zum Ausstieg aus der rechtsextremen Szene bietet (3.000 €)

Neben der einmaligen Förderung von Einzelpojekten unterstützt der Club mehrjährig zwei Projekte im Schulbereich:

  • ein Spiel- und Bewegungsangebot für schulpflichtige Kinder in den Willkommensklassen der Oesterholz-Grundschule
  • die Teilnahme aller Schülerinnen und Schülern der Jungferntal-Grundschule am Programm Klasse2000 zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention.

Grundlage für die Förderung durch den Lions Club sind vor allem Spenden sowie Erträge aus seinen jährlich durchgeführten Benefizkonzerten.

„Viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben in unserer Stadt können ohne private Unterstützung nicht realisiert werden. Getreu der Zielsetzung von Lions hat der Club Dortmund-Phönix dazu einen namhaften Beitrag leisten können“, bewertet Club-Präsident Dr. Hans-Peter Brandt die Bilanz des vergangenen Jahres.

Sieg im Drachenboot-Rennen

Einen sportlichen Erfolg errang der LC Dortmund-Phönix Ende August 2016: Das mit Club-Mitgliedern, Lions-Damen und Gastpaddlern besetzte Club-Boot gewann den Lions Drachenboot Cup auf dem Dortmunder Phoenix-See (die Namensgleichheit ist zufällig).

Dabei hatte es zunächst gar nicht nach einem Sieg ausgesehen: Der Vorjahresdritte verlor seinen Vorlauf, erreichte als bester Zweiter aber dennoch das große Finale. Hier startete das Phönix-Boot eher schlecht, legte dann aber einen unglaublichen und nicht für möglich gehaltenen Endspurt hin. Am Ende standen 1:10,16 Min. für die 250 m Distanz auf der Uhr – ein Vorsprung von sechs Hundert­stel vor dem Zweitplazierten.

Die Begeisterung der siegreichen Paddler und der anfeuernden Freunde und Angehörigen war entsprechend groß und wenn der auf dem Areal eines früheren Stahlwerks angelegte See nicht schon den Namen Phönix getragen hätte: Spätestens jetzt wäre er umbenannt worden. Insgesamt ein spaßig-sportliches Event, das den Club und seine Mitglieder weiterzusammen­geschweißt hat.

Familientag rund um das Pferd

Zu einem Familientag trafen sich am 3. April 2011 Mitglieder des Lions Clubs Dortmund-Phönix und ihre Angehörigen mit der Leitung sowie Mitarbeitern, Freunden und Nutzern des Ponyhofs Menglinghausen. Ein reichhaltiges Programm für Jung und Alt war vorbe­reitet – dabei im Mittelpunkt natürlich die Pferde.

Während den Kindern durch den Umgang mit den Pferden Einblicke und Erfahrungen vermittelt wurden, die ihnen im Alltag weniger zugänglich sind, standen im Mittelpunkt der Gespräche und Informa­tionen der Erwachsenen der Ponyhof selbst und das hier angebotene thera­peutische Reiten. Rita Hölscher-Regener und Peter Regener gaben einen Einblick in ihre Arbeit und ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Ponyhof.

Der Lions Club und der Ponyhof sind 2009 eine Partnerschaft im Bereich des therapeutischen Reitens für Kinder und Jugendliche eingegan­gen. Dabei hat der Club den Ankauf eines Pferdes finanziert und es dem Ponyhof übergeben. „Phönix Florentina“ wurde in der Folgezeit für die Therapiearbeit ausgebil­det und wird hier inzwischen auch erfolgreich eingesetzt.

Durch jährliche Zuwendungen ermöglicht der Lions Club darüber hinaus das therapeutische Reiten für solche Kinder, deren El­tern das nicht bezahlen können und denen weder von den Krankenkassen noch vom Sozialamt oder anderen Trägern eine entsprechende Unterstützung gewährt wird. Erst am 18. März konnte der Club im Rahmen eines Benefizkonzerts den Verantwortlichen des Ponyhofs eine Spende von 6.000 € überreichen.